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10/05
Fachveranstaltung "Lebensmittel: funktionell - regional"
BIOMED informierte über Spezialsierungen in der Lebensmittelbranche |
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Landrat Thomas Bold bei der Eröffnung der Fachveranstaltung |
Am 07.10.05 fand im Rhön-Saale Gründer- und Innovationszentrum (RSG) in Bad Kissingen die Fachta-gung zum Thema „Lebensmittel: funktionell - regional“ statt. Diese Fachtagung wurde im Rahmen des Projektes „BIOMED Netz Unterfranken“ durchgeführt, dessen Träger die RSG Bad Kissingen GmbH ist.
Die Teilnehmer kamen aus ganz Unterfranken und aus dem benachbarten Meiningen und Schmalkalden.
Landrat Thomas Bold eröffnete die Veranstaltung und wies hierbei auf die Bedeutung des Gründer-zentrums und dessen Arbeit u. a. im Rahmen des Projektes BIOMED Netz Unterfranken hin.
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Dr. Matthias Konrad von bayern innovativ
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Herr Dr. Matthias Konrad zeigte die Arbeit der Bayern Innovativ (www.bayern-innovativ.de) als Kooperationspartner und ihre verschiedenen Innovationsnetzwerke auf. Die Tätigkeit der Bayern Innovativ erstreckt sich bewusst auf ein weites Feld von zehn zukunftsorientierten Technologien und zehn für Bayerns Wirtschaft wichtige Branchen. Dies erlaubt die Abdeckung eines breit gefächerten Wirtschafts-zweiges wie der Automobilindustrie mit ihrer vernetzten Zulieferstruktur sowie dem Interesse an neuen Kompetenzen aus anderen Technologien und Branchen.
Im Rahmen des Innovationsnetzwerkes „Life Science Bavaria“ gibt es den Themenbereich „Food an Nutrition“, der auch auf der alle 2 Jahre stattfindenden Messe „Lifescience“ an der TU München mit interessanten Vorträgen und Referaten vertreten ist. Eine Innovation ist der schonende Prozess zur Erzielung der Qualität, eine Erwartung der Verbraucher an Lebensmittel ist eine hohe Qualität.
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Prof. Dr. Peter Schreier vom Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie an der Universität Würzburg
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Prof. Dr. Peter Schreier, vom Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie an der Universität Würzburg (www.pharmazie.uni-wuerzburg.de) erläuterte die Wirkung von Lebensmittelbestandteilen am Beispiel von Flavonoiden. Dies sind weltweit im Pflanzenbereich vorkommende aromatische Verbindungen, sog. Polyphenole. Bislang sind 5000 verschiedene Arten bekannt. Sie kommen u. a. in Obst/Wein, Gemüse, Tee und Kakao vor. Die Wirkungen von Polyphenolen sind z.B. antioxidativ, d.h. sie binden aggressiv oxidierende Moleküle, insbesondere die sogenannten Sauerstoffradikale, welche in vielen Stoffwechsel-vorgängen freiwerden. Allerdings sind diese Wirkungen bisher zu 90% nur in vitro (im Reagenzglas) getestet worden. Bei einer Bewertung der Wirkung ist jedoch das in vivo Ergebnis entscheidend, d.h. wenn es am Menschen getestet wurde.
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Dr. Wolfgang Schmid von der LGL
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Dr. Wolfgang Schmid, vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Oberschleißheim (eine nachgestellte Behörde des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, www.lgl-bayern.de) erklärte den Teilnehmern die rechtliche Betrachtung der Problematik der funktionellen Lebensmittel. Für funktionelle Lebensmittel gibt es keine Definition, lediglich eine sog. „working definition“. Somit werden funktionelle Lebensmittel als solche Lebensmittel bezeichnet, die über den reinen Ernährungszweck hinaus die Gesundheit fördern oder das Erkrankungsrisiko mindern sollen. Als Beispiel können z.B. der probiotische Joghurt oder die ACE-Getränke genannt werden. Funktionelle Lebensmittel dürfen, wenn wissenschaftlich abgesichert, mit ernährungsphysiologischen Angaben Wirkungsaussagen treffen z.B. „zur aktiven Cholesterinsenkung“ aber nicht mit krankheitsbezogenen Aussagen z.B. „zur Behandlung von…“ beworben werden, dies ist nur für Arzneimittel erlaubt.
Das 1893 gegründete Unternehmen vibasweets aus Schmalkalden präsentierte ihre Produktpalette unter der besonders die sog. „Fruchtschnitten“ hervorgehoben wurden. Der gesunde Snack besteht aus natur-belassenen Fruchtkomponenten wie getrockneten Trauben, Aprikosen, Äpfeln oder Nüssen und ist reich an Vitaminen. Die Fruchtschnitten sind somit der ideale Energieschub in der Schule, während der Arbeit oder beim Sport. Neu im Sortiment ist der Bircher Müsli Riegel. Ein fruchtig knackiger Snack aus getrockneten Früchten, Cerealien, Haselnüssen und Honig mit dem Plus an Folsäure. Das Vitamin Folsäure ist besonders wichtig für die Blut und Zellbildung. Informationen zum Unternehmen und der weiteren Produktpalette erhalten Sie unter www.viba-sweets.de.
Zum Thema regionale Spezialisierungen wurde von Timo Neumann vom Management Dachmarke Rhön das Identitätszeichen Rhön und das im Februar 2005 auf der Messe „Biofach“ in Nürnberg eingeführte Biosiegel Rhön vorgestellt. Die Region Rhön umfasst die 3 Länder Bayern, Hessen und Thüringen mit insgesamt 5 Landkreisen. Diese haben sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen, um gemeinsam für die Region zu werben. Mit dem Identitätszeichen Rhön das im Rahmen der Initiative „Region aktiv“ erstellt wurde soll die Identifizierung der Einwohner mit der Region als auch eine ein-heitliche Darstellung der Region nach außen gefördert werden. Das BIOSiegel Rhön kann von allen Betrieben, die ihren Sitz in der Gebietskulisse der Regionalen Arbeitsgemeinschaft Rhön (Landkreise Fulda, Bad Kissingen, Rhön-Grabfeld, Schmalkalden-Meiningen, Wartburgkreis) haben und nach der EG-Ökoverordnung erzeugen und verarbeiten genutzt werden. Der Hauptbestandteil der jeweiligen Produkte muss in der Rhön erzeugt worden sein. Zum Beispiel bei Apfelsaft müssen die verwendeten Äpfel zu 90% aus dem Gebiet der Rhön kommen. Und dabei selbstverständlich aus ökologischem Anbau stammen. Informationen zu den Nutzungsbedingungen des „Biosiegel Rhön“ erhalten Sie unter www.rhoen.de.
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Xaver Weydringer bei der Vorstellung des Familienunternehmens Rother Bräu
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Xaver Weydringer stellte im Anschluss daran das Familienunternehmen Rother Brauerei in Hausen/Rhön vor sowie die Produkte, die alle das Biosiegel Rhön tragen. Heute ist die Rother Bräu in der vierten Generation im Familienbesitz. Seit 1989 stellt die Rother Bräu auch Öko-Biere her, die sich einer angenehmen Entwicklung erfreuen können und die Biere aus der Rhön bundesweit vertreten. Alle Öko-Biere tragen das Biosiegel Rhön und werden mit Zutaten von heimischen und regionalen Landwirten hergestellt, die aus biologisch kontrolliertem Anbau stammen. Das Brauwasser kommt direkt aus den Quellen der Rhön. Und der Hopfen stammt aus dem fränkischen Spalt oder der Hallertau, dem welt-größten Anbaugebiet für Hopfen nördlich der Landeshauptstadt München. Natürlich stammt auch der Hopfen aus biologisch kontrolliertem Anbau. Zum Abschluss seines Vortrages bot Herr Weydringer den Interessierten eine Brauereibesichtigung der Rother Bräu an. Bei Interesse finden Sie die Kontaktdaten unter www.rother-braeu.de.
Dipl.-Ing. Bärbel Scholz, RSG Bad Kissingen GmbH, www.rsg-bad-kissingen.de
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"Partnerschaft für Innovationen" stattet Forschern Besuche ab
Die enorme Kompetenz, die an der Uni Würzburg im Bereich der Lebenswissenschaften vorhanden ist, soll verstärkt für den wirtschaftlich-technologischen Fortschritt erschlossen werden. Zu diesem Zweck haben sich die Universität, das BIOMED Netz Unterfranken und der Verein BioMedTec Franken e.V. zu einer "Partnerschaft für Innovationen" zusammengefunden.
Bevor die Partner gemeinsam mit den Forschern daran gehen, Ideen und Entwicklungen aus der Hochschule in neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen umzusetzen, wollen sie sich zunächst einen Überblick über das vorhandene Innovationspotenzial verschaffen. Hierzu starten sie ein Besuchsprogramm in den Forschungsein-richtungen der Universität. Bei den Gesprächen mit den Wissenschaftlern soll es um das wissenschaftliche Kompetenzprofil und um Kooperationsmöglichkeiten mit der Wirtschaft gehen. Auf Wunsch der Forscher können die Angaben hierzu in einschlägige Datenbanken wie die "Competence profiles" oder die Kooperationsbörse Baydat-Online aufgenommen werden. Weiterhin geht es darum, wirtschaftlich verwertbare Forschungsergebnisse zu identifizieren. Der Inhalt dieser Gespräche ist durch eine Geheimhaltungsvereinbarung mit der Universität vor einer Weitergabe an Dritte geschützt.
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